Aktuelles
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Aktuelles von Projekten

Nach 10 Jahren stand in „unserem“ Nationalparkhaus im Unteren Odertal eine Aktualisierung an. Passend zur aktuellen Fachdiskussion über die Wiederherstellung von Wildnis in unserer Kulturlandschaft haben wir in enger Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung eine „Wildnisbühne“ geplant und eingerichtet. Die multimediale Installation nimmt den Besucher mit auf eine Zeitreise durch den Nationalpark, die auch in die Zukunft führt. Dann hat sich der Mensch weitgehend aus der Flussaue zurückgezogen, Auwälder haben sich ausgebreitet, Vogelschwärme ziehen über die Wasserflächen, der Elch ist zurück und auch der Wolf durchstreift wieder das Land. Der Mensch beobachtet das Geschehen von Aussichtspunkten und lernt die Wildnis in Deutschland kennen. Gemessen an dieser Perspektive für 2050 bieten wir seit Februar 2010 einen kleinen Vorgeschmack im Nationalparkhaus in Criewen.

Nur wenige Wochen nachdem unsere Wanderausstellung „Klimawerkstatt - Umweltexperimente für Zukunftsforscher“ bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt eröffnet wurde, hat sie schon zwei renommierte Auszeichnungen bekommen. Am 15. März 2010 bekam sie als „Ausgewählter Ort 2010“ im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler die Urkunde verliehen. Zwei Tage später wurde die Ausstellung als eines von 86 offiziellen Dekade-Projekten 2010/2011 der Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen“ ausgezeichnet. Wir freuen uns und denken: Weiter so!

www.klimawerkstatt.net

Das neue Agrarmuseum Wandlitz, das gleichzeitig auch das Besucherzentrum des Naturparks Barnim wird, entwickelt sich weiter. Seit November 2010 liegt der Fördermittelbescheid vor. Jetzt erarbeiten wir die Ausführungsplanung für die Ausstellung, während die Architekten Reese Lubic Woehrlin (rlw) aus Berlin das Gebäude erstellen. Im November 2012 wollen wir dann zwischen alten Lanz Bulldogs und Auerochsen hindurchspazieren.



 

 

   









Neue Perspektiven

Moore sind nicht nur aus Naturschutzgründen schützenswert. Die Erkenntnis wächst, dass auch bereits vom Menschen beeinflusste Moore als CO2-Senken einen Beitrag zum Klimawandel leisten, wenn sie planvoll wiedervernässt werden. Ein solches Projekt findet sich nördlich von Hannover in der sogenannten Hannoverschen Moorgeest. Um die Akzeptanz in der Bevölkerung für das Projekt zu steigern und das Wissen auch für die auswärtigen Besucher zu vermehren, plant die Region Hannover in Resse ein kleines Besucherzentrum, das MoorIZ. Mit unserem Fachwissen und unserer gestalterischen Kompetenz werden wir dazu beitragen, dass die Ausstellung diese Ziele erreicht. Im Sommer 2011 öffnet das MoorIZ die Tore.

Unsere Ausstellung „Klimawerkstatt“ ist noch bis August 2011 bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück zu sehen und geht dann auf eine fünfjährige Wanderschaft. Die DBU bereitet aber schon die nächste Wanderausstellung vor. Der Arbeitstitel ist „Nachhaltige Chemie“. Bei dem Wettbewerb konnten wir wieder mit unseren Ideen überzeugen. In den nächsten zwölf Monaten werden wir uns also mit der Chemie des Alltags befassen und Experimente entwickeln, mit denen vor allem Schüler an das Thema herangeführt werden. Das wird sicher auch bei uns zu nachhaltigen Erkenntnissen beitragen. Im August 2011 ist der Erstauftritt in Bremen, ab Dezember steht die neue Ausstellung dann in den Räumen der DBU.

Unsere Nordsee ist für große Wale ein schwieriges Gebiet. Untiefen und die Störgeräusche der großen Schiffe machen die Navigation per Ultraschall  zu einem Abenteuer, das manchmal mit einer Strandung endet. Ein vor einigen Jahren auf der Insel Baltrum gestrandeter Pottwal von über dreizehn Metern Länge spielt demnächst die Hauptrolle in der neuen Ausstellung im Wattenmeerhaus in Wilhelmshaven. Zurzeit wird das Haus umgebaut, dann sind wir dran mit der Inszenierung der Meeressäuger. In den Nebenrollen finden sich ein Schweinswal und ein Weißschnauzendelfin. Ab dem Sommer 2011 können die Besucher sich auf eine spannende Reise in die Welt der „gentle giants“ freuen.

Das Pfrunger-Burgweiler Ried in Oberschwaben ist mit 2.600 ha das zweitgrößte Moor Südwestdeutschlands. Seit 2002 wird hier im Rahmen eines Naturschutzgroßprojekts intensiv an der Wiedervernässung, Extensivierung und Besucherlenkung gearbeitet. Ein Naturschutzzentrum, das seit 1994 existiert, ist vor diesem Hintergrund nicht mehr aktuell. Der Schwäbische Heimatbund plant einen Neubau und hat uns mit der Erstellung der neuen Ausstellung beauftragt. Jetzt erkunden wir das Moor, dann geht es an die Vertiefung und Umsetzung der Ideen. Im Sommer 2011 soll alles fertig sein.

Im Naturpark Tiroler Lech in Österreich gibt es den wildesten und spektakulärsten Gebirgsfluss im Alpenraum, den Lech. Zwischen breiten Schotterbänken verlegt der Lech sein Bett jedes Jahr neu, er ist Sinnbild und Leitbild für die Dynamik der Natur. Im international besetzten Wettbewerb für das neue Naturparkzentrum hat unsere Idee überzeugt. Sie dient jetzt als Basis für den Architektenwettbewerb zum Bau des Naturparkhauses. Dann geht es gemeinsam an die Umsetzung. Und jedes Mal, wenn wir einen Termin vor Ort haben, sieht der Fluss etwas anders aus. Faszinierend.