| Auftraggeber: | Stadt Enger, Nordrhein-Westfalen
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| Thema: | Widukind |
| Ausstellungsfläche: | 380 m² |
| Bearbeitungszeitraum: | Oktober 2003 - August 2006 |
| Projektbeschreibung: Die Geschichte des neuen Widukind Museums begann mit einer Exhumierung. In der Kirche von Enger liegen die Gebeine dreier Menschen, von denen vermutet wird, dass einer davon der Sachsenfürst Widukind ist. Während wir das neue Ausstellungskonzept entwickelten, wurden die Gebeine mit modernster Technik an der Universität Göttingen untersucht. Eine gute Gelegenheit, um Abgüsse zu machen, Fotos für eine Animation zu erstellen und mit forensischen Methoden das Gesicht zu rekonstruieren. Über Widukind und seine Zeit ist wenig Originales überliefert. So standen zunächst nur sieben Exponate zur Verfügung, die unseren Ansatz der Rauminszenierungen aber beflügelt haben. Der Besucher erlebt, von einem Audioführungssystem begleitet, die Schlacht gegen Karl den Großen, dann die Taufe, er steht an der Inszenierung der Grabung in der Kirche und sieht die Abgüsse der Gebeine, bevor die genetische Forschung erläutert wird. Die Instrumentalisierung des Stammvaters vieler Adelshäuser und die Erinnerungskultur sind weitere Themen. Am Schluss bleibt die Frage offen, ob es tatsächlich Widukind ist, der wieder nebenan in der Kirche liegt. Es fehlt ein Glied in der Kette der Ahnen, die Forschung geht weiter. |

